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Jugendschutz
MEDIEN-ARBEIT
Computerspielsucht

SCHAU HIN! News: Informationskampagne zur Vermeidung von Computerspielsucht

Immer mehr Kinder und Jugendliche beschäftigen sich ausgiebig mit elektronischen Spielen und Medien berichten immer häufiger über Computerspielsucht insbesondere bei jungen Menschen Vielen Eltern sind elektronische Spiele weniger vertraut. Die Unsicherheit über einen gefahrlosen Umgang ihrer Kinder mit Spielen an Konsole und PC ist groß.

Mit der Kampagne „Spiele gemeinsam entdecken – Sucht vermeiden“ bietet SCHAU HIN! Eltern und Erziehenden konkrete Hilfestellungen.

  • Wie können Eltern aktiv einer Computerspielsucht vorbeugen?
  • Wie viel Zeit dürfen Kinder mit elektronischen Spielen verbringen?
  • Welche Sicherheitseinstellungen gibt es bei Spielkonsolen?
  • Was sind Anzeichen für Computerspielsucht?
Die ab 23. November erhältlichen Informationsflyer und Medienratgeber enthalten wichtige Informationen sowie praxisnahe Tipps.

das SCHAU HIN! Interview: Prof. Dr. Sven Jöckel über Computerspielnutzung
Prof. Dr. Sven Jöckel ist Juniorprofessor für Digitale Medien an der Universität Erfurt. Der Kommunikationswissenschaftler forscht u.a. zur Nutzung, Wirkung und Ökonomie von digitalen Medien, insbes. digitalen Spielen. Im Gespräch mit SCHAU HIN! spricht Jöckel über die Nutzung von Computerspielen und gibt Eltern Tipps, wie ihre Kinder die Medien nutzen sollten.

Wie hat sich die Nutzung von Computerspielen bei Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren verändert?
Sehr stark und doch kaum! Was sich besonders verändert hat, ist das Angebot an Computerspielen. Es gibt die verschiedensten Genres, Plattformen und Nutzungsmöglichkeiten, wie gerade das vernetzte Spielen in Online-Rollenspielen, aber auch bei Sportspielen. Die Helden, die Kinder aus anderen Zusammenhängen kennen, sind mittlerweile fast alle zu Spielen geworden. Das reicht von Bibi Blocksberg über Harry Potter bis zu Transformers. Die Nutzung hat sich ausdifferenziert, hat auch leicht zugenommen, bekannte Muster bleiben aber bestehen: Mädchen spielen weniger als Jungs, junge Kinder weniger als ältere und Jugendliche. Tragbare Handhelds sind bei jüngeren Kindern beliebt, Konsolen eher bei Jungs ab 12 Jahren.

Haben Sie Tipps für Eltern, wenn Kinder Games spielen möchten, die nicht für das entsprechende Alter geeignet sind?
Darüber reden! Der internationale Forschungsstand zeigt, dass es verschiedene Strategien gibt, wie Eltern versuchen, die Mediennutzung ihrer Kinder zu regulieren. Kurz zusammengefasst lauten diese: Kontrollieren und Verbieten, Mitnutzen bzw. Mitspielen, aktiv Auseinandersetzen. Keine Strategie ist der anderen überlegen, sondern alle drei sind - je nach den Umständen - sinnvoll. Es kann nicht sein, dass ein 10-Jähriger - meistens sind es Jungs - ein Spiel wie Call of Duty, das erst ab 18 Jahren freigegeben ist, spielt. Hier müssen klare Regeln aufgestellt werden. Ein Verbot allein wird aber kaum etwas nutzen. Eltern müssen ihren Kindern dann auch kommunizieren, warum diese Spiele nicht für sie geeignet sind, und Alternativen aufzeigen.

Das ganze Interview können Sie unter www.schau-hin.info lesen
05.11.09-01.04.10